Basel – Grenzstadt

«Je nachdem, wie der Wind weht, hört man die Glocken von Basel oder die Schüsse im Elsass.» (Hilde Ziegler) Die Lage Basels im Dreiländereck bedeutete immer wieder Gefahr, für manche aber auch Rettung. Bereits Ulrich Bechers erste Veröffentlichung landet auf dem Scheiterhaufen der ‚entarteten Literatur', er flüchtet in die Schweiz, ist aber erst nach Kriegsende hier dauerhaft willkommen. Der vehemente Kriegsgegner Wolfgang Borchert starb im Claraspital in Basel. Zur selben Zeit frönten die nationalsozialistischen Auslandorganisationen im «Deutschen Heim», heute Sitz des Vorstadttheaters, ihrem unseligen Tun. Die Grenzsituation findet noch in der jüngsten Literatur ihren Niederschlag, etwa bei Urs Widmer oder Ilma Rakusa. Spaziergang zu denkwürdigen (Literatur)stätten.

Kosten: Fr 30.–
Treffpunkt: Vor dem Literaturhaus Basel, Barfüssergasse 3.
Die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

In Zusammenarbeit mit dem Literaturhaus Basel.

 

Nächster Termin unbestimmt.